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Braun- und Steinkohlekessel

Mannigfaltige Einsatzbereiche.

Moderne Braun- und Steinkohlekraftwerke zeigen vielfältige Einsatzmöglichkeiten von feuerfesten Materialien. In erster Linie werden damit die Kohlestaub-Brenner ausgekleidet und mit einem sogenannten Brenner-Spiegel aus feuerfestem Beton versehen.

Im Kessel selbst werden weitere kritische Stellen, wie Messvorrichtungen, Mannlöcher und Wasserbläser mit hitzebeständigen Materialien ausgestattet. Die Rohrwand eines solchen Kraftwerks ist meist nicht verkleidet, da durch den feinen Kohlestaub kaum Erosion an den Stahlwänden aus warmfesten Stahl auftritt. Zudem wird über die Durchströmung der Wand mit Wasserdampf die Oberflächentemperatur des Stahls unter einem kritischen Wert gehalten. Der Wasserdampf treibt Turbinen an, welche dann über Generatoren Strom erzeugen.

Weitaus wichtiger ist die Feuerfest-Auskleidung im unteren Bereich des Kessels, wo sich Ascherost und Aschetrichter befinden. Um diese vor der Beanspruchung durch die zum Teil bis ca. 1.100° C heiße Asche zu schützen, finden hier Materialien aus Silicium-Carbid, die sich durch hohe Festigkeit und Hitzebeständigkeit auszeichnen, ihre Anwendung.

In Kohlekraftwerken dient die Feuerfest-Auskleidung zum Einen der Wärmedämmung und zum Anderen dem Verschleißschutz. Je nach Ausführungsart des Kraftwerks kann der Umfang feuerfester Maßnahmen von geringen Tonnagen bis hin zu mehreren Tausend Tonnen abweichen.