Logo

Abhitzekesselanlagen

Aus alter Energie wird neue Energie.

Die in Verbrennungsanlagen, z.B. in Kohlekraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen erzeugte Wärmeenergie wird über ein Rohrwandsystem zur Energieerzeugung genutzt. Hier wandelt die im Kesselraum herrschende Verbrennungshitze ein im Rohrwandsystem befindliches Fluid, meist Wasser, in Dampf um, welcher dann über Turbinen und Generatoren zur Energieerzeugung genutzt wird.

Die durch Verbrennung entstehenden Rauchgase besitzen nach Verlassen des Feuerraums noch eine Temperatur von bis zu 1.000° C. Um diese Wärmeenergie auch noch weiter nutzen zu können, werden die Rauchgase in einen sogenannten Abhitzekessel geleitet. Dieser wird von mehreren Rohrbündeln – ganzen Paketen von Rohrleitungen – durchzogen. Darin wird wiederum ein Großteil der im Rauchgas vorhandenen Wärme zur Verdampfung eines Fluids genutzt. Auch hier wird der Dampf über das Rohrleitungssystem, die Turbine und den Generator zur Stromerzeugung genutzt. Das Rauchgas hat nunmehr nur noch eine geringe Temperatur von ca. 300° C, je nach Anlagenart, und wird der Rauchgasreinigung zugeführt. Eine weitere Nutzung der verbleibenden Wärmeenergie ist aus technischen Gründen leider nicht möglich.

In Abhitzekesseln ist die Beanspruchung auf das Feuerfest-Material zum Einen die Temperatur, die jedoch geringer als im eigentlichen Feuerraum ist, und zum Anderen die Ablagerung von Staub, der bei unzureichender Feuerfest-Auskleidung zu Korrosion führt.

Seinen Einsatz findet das Feuerfest-Material hier lediglich beim Umlenken des Rauchgasstroms um Rohrsammler (Zusammenführungen von Rohren bzw. Rohrwänden) und der Verkleidung von Rohrdurchführungen und Rohrbündeln in von Abrasion gefährdeten Bereichen. Hier kommen vor allem dichte Feuerbetone und Silicium-Carbid-Massen zur Anwendung.