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Zementanlagen

Immer eine heiße Angelegenheit.

Die Zementherstellung erfolgt im Nass- oder Trockenverfahren. Moderne Zementanlagen arbeiten heute aufgrund der wesentlich besseren Energiebilanz vorwiegend nach dem Trockenverfahren. Beim Trockenverfahren unterscheidet man Anlagen mit vorgeschaltetem Rostvorwärmer oder mit vorgeschaltetem Zyklonvorwärmer. Im Rostvorwärmer wird der Rohstoff in Form von feuchten Pellets aufgegeben, durch die Ofenabgase getrocknet und einem Drehrohrofen zugeführt.

Im Zyklonvorwärmer wird über die Rohmehlleitung gemahlener Kalkstein in Verbindung mit Kieselsäure sowie Eisen- und Aluminiumoxid eingegeben. Im Gegenstromverfahren gelangt dieses Rohmehl über drei bis sechs Zyklonstufen in den Drehrohrofen. Auf diesem Wege wird das Rohmehl bis zum Ofeneintritt durch die Ofenabgase (Wärmetauscherprinzip) auf eine Temperatur von ca. 1.000° C vorgewärmt.

In modernen Ofensystemen ist zwischen Zyklonvorwärmer und Drehrohrofen der Calcinator angeordnet. In diesem soll mit Hilfe einer Zweitfeuerung das vorgewärmte Rohmehl soweit entsäuern, dass der nachgeschaltete Drehofen im Wesentlichen nur noch für die eigentliche Klinkermineralbildung benötigt wird. Dabei kommen insbesondere Sekundärbrennstoffe zum Einsatz, z.B. Altöl, Altreifen, Gummischnitzel, Öl- und Kohlenschiefer.

Im Drehrohrofen wird der vorgewärmte Rohstoff (Pellets oder Rohmehl) bei ca. 1.400° C gesintert. Durch die leichte Neigung und die kontinuierliche Drehung des Drehrohrofens wandert das Gut zum Ofenkopf. Von da aus fallen die weißglühenden Zementklinker (30 bis 50mm) in den Klinkerkühler. Hier werden sie durch Kaltluft abgeschreckt. Die abgekühlten Zementklinker werden anschließend zu Zementmehl gemahlen.